Mit Stadtumbaustrategie 2030 zum noch schöneren Guben

Fortschreibung des Stadtumbaues

Es ist eigentlich keine lange Zeit von heute bis zum Jahr 2030 und doch klingt das Datum als Zielpunkt für die aktuelle Fortschreibung der Stadtumbaustrategie nach ferner Zukunftsmusik.

Die Zukunft beginnt aber heute. Auch wenn jeder es gern anders hätte: Die Bevölkerungsprognosen sehen ein weiteres Sinken der Einwohnerzahlen Gubens voraus. Waren es 2002 bis 2009 rund 530 Einwohner, um die Guben jedes Jahr schrumpfte, sind es seit 2009 immer noch rund 370 Einwohner. Hinzu kommt der Fakt, dass rund ein Drittel der Gubener über 65 Jahre alt ist und das Durchschnittsalter der Stadtbewohner auf aktuell 53 Jahre stieg. All‘ diesen Entwicklungen muss sich Guben stellen, um eine Zukunft zu haben. Am 14. Mai 2014 beschlossen die Stadtverordneten daher die Fortschreibung der Stadtumbaustrategie der Stadt Guben 2030 [Konzept hier: zum Download]. Viel ist mit dem bisherigen Konzept geschehen. Die Altstadt wurde aufgewertet, Stadtverwaltung, Musikschule und Stadtbibliothek hier zentral angesiedelt, das Neißeufer hergerichtet, Brachen zu Grünflächen umgestaltet und natürlich auch im Stadtgebiet 2.915 Wohnungen durch Rückbau und Stilllegung vom Markt genommen.

Der geringe Leerstand in der Altstadt im Vergleich zu den entfernteren Stadtteilen bestätigt diese Strategie. Lebensqualität geht auch mit funktionierenden Nachbarschaften und fußläufigen Angeboten im Stadtteil einher. Gebäude bringen dem Mieter höhere Nebenkosten. Halbleere Quartiere verursachen der Stadt Guben vermeidbare Kosten für den Erhalt der Infrastruktur. Der Umbau muss also weitergehen. In der Altstadt wird unter anderem die Sanierung weiterer Altbauten und eine Neustrukturierung des Bahnhofsquartiers mit angepasster Verkehrsführung und parkähnlicher Gestaltung vorangebracht werden. Der weiterhin notwendige Rückbau bzw. die Stilllegung von Wohnungen in den Wohnblöcken ist insbesondere im Wohngebiet „Reichenbacher Berg“ (WK IV) und der „Obersprucke“ (WK II) geplant. Mit dem beschlossenen Konzept werden nun die Vorplanungen konkretisiert. Es werden weiterhin wie bereits in der Vergangenheit (siehe Grafik) deutlich mehr Mittel für die Aufwertung der Stadt, als für den Rückbau verwendet.