Kultur für alle

25 Jahre Fabrik e.V. für kreative Impulse

Seine Wurzeln reichen bis in die 1980er Jahre. Einige junge Gubener entschlossen sich noch zu DDR-Zeiten einen  eigenen, freien Jugendklub zu gründen. 1989 fusionierte dieser mit dem Jugendclub „Joy“ zum neuen JC „Intervall“. Der Club in einer Baracke am damaligen Platz der Jugend (heute Cottbuser Platz) wurde zum Anlaufpunkt für    unzählige Jugendliche und Erwachsene, die sich hier mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen wollten. 1991 dann bekam der Club durch die Vereinsgründung seine heutige, offizielle Form, Gründungsdatum und das eingeschriebene Ziel: Kunst und Kultur sowie Jugendfreizeitgestaltung und Jugendhilfe in Guben zu fördern. 25 Jahre ist dies nun her und der Verein hat allen Grund, stolz auf das Geschaffene zu sein. Denn leicht war und ist der Weg einer Kulturinstitution nie.

Gleich zu Beginn das erste ernste Problem: Das damalige Domizil des Vereins hielt leider nur ein Jahr. Die Baracke war in die Jahre gekommen und bereits Ende 1992 durfte das letzte Open Air Konzert am Ort stattfinden. Eine lange Suche nach einer Alternative brachte letztlich den Verein in seine heutige Wirkungsstätte – die alte Fabrik in der Mittelstraße 18. Dem Ort folgte der heutige Name – Fabrik e.V. und die Anerkennung als „Träger der freien Jugendhilfe“. Seit Juni 2005 betreibt der Verein, nach einem aufwendigen Umbau des Hauses, neben einem Jugendclub („Zippel“), einen Party- und Konzertclub („WerkEins“), ein Café und eine Kleinkunstbühne („Merino“). Seitdem konnte das bestehende kulturelle Angebot durch Lesungen, Kabarett, Theater und Kino ergänzt werden. Schon seit den Anfangsjahren dabei, ist Karsten Geilich heute das Gesicht, der Motor und Leiter dieses Kulturortes in Guben. Er selbst staunt, wie lange das einst als unbürokratisches Jugendprojekt gegründete Kultur-Konstrukt sein Leben prägte und veränderte. Waren es ursprünglich zumeist Rockkonzerte und Diskotheken, die unter dem Dach des Vereines organisiert wurden, kamen nach und nach Kulturangebote für ein breitgefächertes Publikum hinzu. „Hätte mir einer vor 20 Jahren gesagt, dass ich einmal „Hauff & Henkler“ zu uns einladen würde – ich hätte es für einen wirklich guten Witz gehalten“, schaut Karsten Geilich zurück. So ändern sich die Zeiten.

Es wird kaum einen Gubener geben, der nicht bereits durch die Tür des Hauses gegangen ist. Die ganz Jungen finden im „Zippel“ ein abwechslungsreiches Programm, das auch gern von Schulen und Kindergärten genutzt wird. Jugendliche können sich in den AGs wie beispielsweise der hochgelobten Tanzgruppe „Danconym“ ausprobieren, erhalten Unterstützung bei Hausaufgaben, Ausbildungssuche oder Bewerbung. Jeden letzten Sonntag im Monat bietet die Fabrik einen Familiensonntag an – mit Hüpfburg und kreativen wie sportlichen Aktivitäten. Für die Älteren gibt’s Diskotheken, Ü-40-Tanzabende, Kabarett, Theater und in den letzten Jahren auch endlich wieder Open-Air- Konzerte. Nicht zu vergessen ist natürlich das alljährliche Entenrennen für den guten Zweck, welches ebenfalls vom Verein organisiert und getragen wird. Das Programm, das geboten wird, ist nicht statisch. Immer wieder werden Impulse aus der Stadt aufgegriffen. Mit Erfolg: Der Fabrik e.V. strahlt in die Region aus, lockt sogar Gäste aus weiter entfernten Städten nach Guben.

Also: Glückwunsch und weiter so!

Zu Gast in Gubens Kultur-Fabrik waren u. a.:
Nina Hagen, Sky du Mont
Bell, Book & Candle
Dieter Birr, Tom Astor
H. R. Kunze, Dota
Jailbreakers, Hauff und Henkler
Purple Schulz, Alf Ator
Mark Benecke

Kontakte

Fabrik e.V.
Leiter: Karsten Geilich
Mittelstraße 18, 03172 Guben
Telefon: (03561) 4315 23
Web: www.fabrik-ev.de

 

Jugendclub „Zippel“
Montag – Freitag: 15:00 – 20:00 Uhr
Ansprechpartnerin: Lydia Lindow
Telefon: (03561) 6270 036

„merino“ – Café, Restaurant, Bar
Montag – Freitag: ab 16:00 Uhr
Samstag – Sonntag: ab 14:00 Uhr
Ansprechpartner: Roland Hoffmann
Telefon: (03561) 4336 74

 

WerkEins
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Telefon: (03561) 4315 23