Villa Alte Poststraße 63

3 min bis zum Zentrum – 1.092 qm Nutzfläche

Lage
Altstadt, im Zentrum Gubens
Alte Poststraße 63

Größe
Grundstück: ca. 3.500 
Nutzfläche: 1.092,65m2

Bebauung
2 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoss, monolitische Bauweise in annähernder U-Form

Nutzung
Wohn- und Geschäftshaus 

Baujahr
1895 (1902/1915)

Status
im Sanierungsgebiet

Besonderheit
Einzeldenkmal

Kaufpreis
Verhandlungssache

Eigentümer
Gubener Wohnungsgesellschaft mbH

Kontakt
Frank-Michael Fiegler
Telefon: 0 35 61 / 4 00 - 313
E-Mail: fiegler@guwo.de

Visionär/-in gesucht

Die 1895 erbaute ehemalige Villa des Tuch-Fabrikanten Carl Lehmann, direkt an der Neißebrücke zur Theaterinsel, kündet mit detailreichem Schmuck vom unternehmerischen Erfolg ihres Erbauers. Bis Ende 2016 investiert die GuWo ca. 1,3 Mio EUR Fördermittel in die Sicherung.

Reich an Schmuck und baulichen Details
Trotz der über die Jahre des Leerstandes entstandenen Schäden sind die Elemente des alten, überwiegend neobarocken, Schmuckes der Fassade noch klar zu erkennen. Vielfältige Fensterformen und -formate sowie farbige Bleiglasfenster überstanden die Wirren und Wendungen der über 100-jährigen Geschichte des Hauses. Stuckelemente wie Girlanden, Blattschmuck, Bandelwerk, Köpfe und Kartuschen zeugen vom Glanz der früheren Zeit. Der Haupteingang liegt an der nördlichen Hausseite unter einem reich mit Stuckelementen geschmückten Dreiecksgiebel. Links von ihm befindet sich ein halbrunder Atlan mit Austritt, rechts ein polygonaler Eckturm. In westlicher Verlängerung springt die Hofseite um eine Achse vor. Dem Vorsprung schließt sich westlich ein eingeschossiger Wintergarten mit Terrasse und Freitreppe an. Sein Flachdach bildet eine Terrasse im 1. Obergeschoss. Südlich des Wintergartens gibt es einen Nebeneingang mit Treppenhaus, der ehemals von den Dienstboten genutzt wurde. Das Dach ist zum großen Teil ausgebaut und über Fledermausgauben belichtet.

Kunstvolle Verzierungen und prunkvolle Ausstattung

Kamine, Wandbrunnen, Türen mit teilweise anspruchsvoller Verdachung, Parkettfußböden und Kassettendecken sind nur einige der bauzeitlichen Details, die im Gebäude noch zu finden sind. Selbst der kleine Lastenaufzug von der damaligen Küche im Keller zu den Wohnbereichen ist erhalten geblieben.

Repräsentative Lage am Neißeufer im Zentrum Gubens

Der Wohnsitz des zur damaligen Zeit größten Arbeitgebers Gubens – die „Lehmannsche Villa“ – wurde in der DDR als Betriebskindergarten des VEB Gubener Wolle und nach 1990 von der Allgemeinen Ortskrankenkasse genutzt. Dennoch blieben die Raumaufteilung, die Ausstattung und der detailreiche Schmuck im Wesentlichen erhalten. Nach Jahren des Leerstandes wird das Einzeldenkmal nun mit Zuschüssen aus den Bund-Länder-Programm „Sicherung, Sanierung und Erwerb von Altbauimmobilien“ umfassend gesichert. Das Dach wird komplett erneuert, eine Schwammsanierung durchgeführt und die Fenster gesichert. Zum Haus gehört ein großes Gartengrundstück. Durch die Lage im Stadtzentrum sind Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Einrichtungen im fußläufigen Umfeld zu finden.

Nach der erfolgten Sicherung werden Ende 2016/Anfang 2017 die Verkaufsbemühungen verstärkt, um mit einem geeigneten Investor wieder eine tragfähige Nutzung zu realisieren.